Winterlager, 10.02.2017

Winterlager 2017

Schon Wochen vor dem alljährlichen Winterlager des Kinderheim Bruggs wird mit Vorfreude über Snowboard-, Ski- und Schlittenfahren gesprochen. Die Abfahrten, Stürze und Schneespiele der vergangenen Lager werden aufs Neue erzählt.

Nach einer super organisierten Vorbereitung sind am Dienstag , 7. Februar 2017 um 9.00 Uhr 47 Kinder und 35 Erwachsene mit Skis, Snowboards passenden Schuhen, Schlitten, Helmen, Skikleidung und gut bepackten Koffern und Rucksäcken in Car und Kleinbussen auf der Fahrt ins frisch eingeschneite Engelberg.

So gut wie das Lager vorbereitet wird, wird es auch durchgeführt. Bereits am Mittag wird bereits eifrig auf der Piste des Yetiparks herunter gedüst, Kurven probiert, umgefallen, wieder aufgestanden, sich verpflegt, über Schanzen gesprungen, gelacht und gerufen. Alle sind noch frisch und hoch motiviert. Und damit der Schnee nicht ausgeht schneit es den ganzen Nachmittag und durch die Nacht. Während draussen die Schneeflocken verspielt vom Himmel fallen sitzt im Esssaal der Jugendherberge in Engelberg eine hungrige Gruppe beim Nachtessen. Nach dem Essen und dem Briefing, an dem der nächste Tag besprochen wird, wird eifrig Memory, Brandi Dog© und andere Spiele gespielt, gemalt, gemütlich beisammen gehockt oder im Untergeschoss Billard gespielt.

Am Mittwochmorgen stehen die Einen ausgeschlafen, die Anderen mit bereits müden Augen am Frühstücksbuffet, wo sie von Herr von Moos und Frau Meier herzlich mit Kaffee, Orangensaft oder Kakao bedient werden. Wieder auf der Piste zeigt sich nach einem Kaltstart schnell, dass am Vortag bereits viel gefahren wurde. Die Kurven werden immer schöner gemacht und das Tempo langsam gesteigert. Die Gruppen begegnen sich immer wieder auf der Piste und tauschen sich aus über die kleinen Abenteuer die gemacht wurden. Auf dem Yetipark kommt es zur ersten grossen Schneeschlacht. Es wird nicht die letzte sein…

Das Wetter wechselt zwischen Schneefall und dickem Nebel. Nur gut, dass das Brunnigebiet so übersichtlich ist und die meisten sich gut auskennen. Am Ende des Nachmittags kommt das auch schon im 2015 beschriebene „Stoicken“ zum Einsatz um all die verstreuten und immer noch motivierten Lagerteilnehmer in einer einigermassen angemessen Zeit in die Gleiche Richtung, zur Seilbahn zu bringen. Am Abend gibt es Spaghetti mit Bolognese oder Napoli. Der Koch, der den Hunger dem Gesicht gut ablesen kann, verteilt Spaghettiportionen die an den Hahnen, der Berg gegenüber des Brunnnis, erinnert. „Gäng wie gäng“ ist der Mittwochabend auch mit Spielen und Revanchen gefüllt.

Am nächsten Morgen zeigen schon die meisten Gesichter eine vitale Röte. Diese passt gut zu dem etwas übermüdeten, gelassenen Lächeln welches so einige an den Tag legen. Ein gewohnter Ablauf: Frühstücken, Briefen, Umziehen, Kleidungsstücke suchen, Kleidungsstücke finden, Schuhe suchen, Schuhe finden, draussen vor der Jugi auf den Transport warten, Ticket fassen, hoch fahren und dann… doch etwas neues. Auf der Bergstation des Sesselliftes ein „tätsch“ blauer Himmel und wunderbar die Sonne. Die Snowboarder die sich hinsetzten sind wie Strandtouristen am Nebelmeerstrand. Ein paar Schwünge an der Sonne und dann wieder das bereits bekannte verlieren im Nebel. Umso schöner wieder oben zu stehen und den Wellengang des Nebels zu bewundern.

Am Nachmittag geht es etwas früher ins Tal um sich für den bunten Abend schön zu machen. In der Aula von Engelberg angekommen wird von der Wohngruppe Pluto gleich das Moto bekannt gegeben. „Brunni sucht den Superstar!“ Erstaunlich oder nicht, wohl jeder weiss, was auf ihn zukommt. Eine Jury wird erkoren und stellt sich vor. Gruppe für Gruppe bekommt einen Song und 10 Minuten Vorbereitungszeit um die Jury mit Gesang, Tanz oder origineller Verkleidung zu überzeugen. Zwischen leckeren Hamburgern, gemischten Salaten und einem prächtigen Dessertbuffet wird eine Siegergruppe erkoren.

Es ist Freitagmorgen Packen und nochmals Helme, Schuhe und Kleidungsstücke suchen und finden ist angesagt bevor es zum letzten Mal auf die Piste geht. Einige Snowboarder möchte noch das Gebiet des Titlis in Angriff nehmen. Da die Sonne, nicht wie vorhergesagt, auf die Hänge sondern auf eine dicke Wolkendecke scheint aus der immer wieder Schnee fällt, kommt sich die kleine Gruppe in diesem Riesengebiet schnell etwas verloren vor. Nach einer Pause mit Pommes wird die lange Abfahrt vom Stand bis nach Engelberg in Angriff genommen um dort in den Car zu steigen wo auch schon die Kollegen und Kolleginnen drinsitzen und gemeinsam die Fahrt nach Brugg machen. Müde und zufrieden kommen alle Winterlager-Teilnehmer zurück nach Brugg.

Janik Meijer, Wohngruppe Saturn

 

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