Das Kinderheim Brugg trotzt der Corona-Pandemie

Das Kinderheim Brugg trotzt der Corona-Pandemie

Veranstaltungen sind abgesagt, alle Freizeitaktivitäten und Einkaufsläden, die nicht lebensnotwendig sind, wurden geschlossen und auf den Strassen sind keine grösseren Menschenansammlungen mit mehr als 5 Personen erlaubt. Die Corona-Krise ist weltweit in aller Munde und sorgt bei vielen für einiges Kopfzerbrechen.

Leider geht auch an der Stiftung Kinderheim Brugg die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. Überall hängen rote Schilder mit Hygienevorschriften; Desinfektionsmittelspender stehen an allen Ecken und Eingängen, das Areal wurde in Sektoren unterteilt, in welchem sich nur eine bestimmte Anzahl an Personen gleichzeitig aufhalten darf und die Spielplätze sind für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Stiftung Kinderheim Brugg befindet sich im Ausnahmezustand. Sechs Wohngruppen, eine Aussenwohngruppe, eine Notfallgruppe und vier Tagessonderschulgruppen am Standort Brugg, sowie vier Gruppen des Schulheimes und sechs Tagessonderschulplätze am Stift Olsberg müssen auf die aktuelle Situation reagieren.

Unter den Vorgaben des Bundes haben die Heimleitung, die Bereichsleitungen und die Pandemiedelegierte ein Pandemiekonzept erstellt, mit welchem die Mitarbeitenden täglich mit aller Kraft versuchen das Leben auf den Wohn- und Schulgruppen der aktuellen, herausfordernden Situation anzupassen.

Tagessonderschule und Heimschule

Wie auch an den herkömmlichen Schulen sind die Tore der Heimschule im Stift Olsberg, wie auch die der Tagessonderschule Brugg für die Schüler und Schülerinnen geschlossen. Die Schüler und Schülerinnen werden bis zu den Frühlingsferien weiterhin mit Arbeitsmaterialien versorgt, damit diese ihre Schulische Ausbildung von zuhause aus oder auf den Wohngruppen weiterführen können. Für den Fall, dass die Tore der Schulen nach den Frühlingsferien weiterhin geschlossen bleiben müssen, laufen die Vorbereitungen für den Fernunterricht auf Hochtouren.

Wohngruppen

Einige der Kinder und Jugendlichen aus den Wohngruppen konnten das Kinder- oder das Schulheim für die Zeit der Corona-Krise verlassen und nach Hause gehen. Leider ist dies nicht für alle Kinder und Jugendlichen möglich. Für diejenigen, die im Heim bleiben müssen, mussten die Regeln für die Besuchswochenenden angepasst werden und externe Besuche sind aktuell nicht mehr gestattet. Auch Besuche der Wohngruppen untereinander sind nicht gestattet.

Obwohl externe Freizeitaktivitäten nicht mehr erlaubt sind, wird darauf geachtet, dass die Kinder und Jugendlichen trotzdem noch genügend Zeit draussen in der freien Natur verbringen, auch wenn die aktuelle Devise lautet, dass man die Zeit grösstenteils auf den Wohngruppen verbringt. Da eine Wohngruppe aber als Grossfamilie zählt, dürfen alle Bewohner zusammen das Haus verlassen und etwas zusammen unternehmen.

Von den Mitarbeitenden der Tagessonderschule Brugg werden die sogenannten «Betreuungsinseln» angeboten, welche einigen Kindern und Jugendlichen der TaSo sowie der Wohngruppen ein vielseitiges Betreuungs- und Unterhaltungsprogramm bieten soll. Neben einer Unterstützung für die Aufgaben der öffentlichen Schulen werden spannende Workshops wie «Musik», «Spiel und Sport» und «Werken» angeboten, bei welchen die Kinder verschiedene Musikinstrumente ausprobieren, sich sportlich betätigen oder ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Trotz der aktuellen, schwierigen Situation in der Schweiz, geht das Leben weiter. Die Mitarbeitenden der Stiftung Kinderheim Brugg arbeiten Tag und Nacht mit aller Kraft daran, das Leben für die Kinder und Jugendlichen so angenehm wie möglich zu gestalten. Trotz der vielen und auch mühsamen Einschränkungen versucht man aus der Situation das Beste zu machen. Es wird weiterhin viel gespielt, gelacht und auch geweint. Soweit also eigentlich der ganz normale Alltag, in der Hoffnung, dass der Normalzustand bald wieder eintritt und die Einschränkungen wieder aufgehoben werden.

 

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